THEMENWOCHE „Themen“, PUNKT 1: ‚Liebe‘

Auf geht’s in die dritte Woche der #LoveWritingChallenge!
Als ersten Punkt haben Katie und Kristin danach gefragt, welche Rolle ‚Liebe‘ in den Werken spielt, die wir schreiben.

Ich kann mir für meine Plots nicht vorstellen, dass es sie gäbe, wenn nicht auch irgendwo die Liebe eine Rolle spielte.
Steht sie am Anfang, am besten noch zuerst unglücklich, ist die Quell für so viele unterschiedlichen ersten bis dritten Katastrophen, in die mein Held sich verrennt, während er für seine Liebe kämpft (‚ich muss sie beeindrucken, damit sie mich überhaupt wahrnimmt‘ bis hin zu ‚ich muss sie noch stärker beeindrucken, damit sie mich nicht nur wahrnimmt sondern mich auch ganz toll findet‘).
Steht sie in der Mitte, bietet sie Platz für schöne Entscheidungsszenen (‚Entweder sie oder ich!‘ oder ‚Wenn ich Dir wirklich etwas bedeute, hörst Du jetzt auf, Hirngespinsten hinterherzujagen!‚ oder ‚Egal wie spannend Dein Fall im Job ist, Du hast unseren Hochzeitstag vergessen!‘).
Steht sie am Ende, haben sich endlich zwei (der drei oder sonst wieviele) glücklich gefunden und sitzen verträumt in den Dünen und beobachten den Sonnenuntergang. Alternativ ginge natürlich auch ein Ende à la Romeo und Julia, wo sie dann zumindest glücklich vereint sterben. Oder so 😉

Liebe kann der Motor für sehr viele gute Plots sein und muss gar nicht auf Personen abzielen. Vielleicht liebt ja wirklich jemand seinen Job so sehr, dass er alles dafür tut und total darin aufgeht (und eben tatsächlich Freundschaften oder Familie vernachlässigt). Vielleicht liebt jemand die Umwelt und setzt sich mit all seinem Können für den Umweltschutz ein, was wiederum zu einem Aktivistenkrimi führen könnte. Also auch um die Ecke gedacht ist schließlich immer irgendwo Liebe zu entdecken.

In meinem Projekt „Herzschlag“ geht es vordergründig um Jette, eine Studentin, die ihre verschwundene Schwester Maye suchen geht. Im Hintergrund spielt dann Jettes vergangene und Mayes aktuelle Liebe eine Rolle.
Für die persönlich empfundene Liebe sind Menschen bereit, sehr weit zu gehen. Deswegen bietet sie nicht nur einen Motor für eine Geschichte sondern über die Liebe lässt sich eine Geschichte auch gut steuern. Grundlos erscheinendes Handelt bekommt nachträglich einen Sinn; Gefühle lassen die Protagonisten irrational entscheiden.

Wenn ich ein Buch lese und darin eine Lovestory verpackt ist, die sehr konstruiert wirkt, bin ich als Leser schnell abgeschreckt. Klar, im Zweifelsfall ist es leichte Urlaubslektüre, aber ich denke mir ab und an, an dieser oder jener Stelle könnte jetzt noch ein Haken kommen oder der zuerst Verschmähte etwas länger brauchen, um auf die späteren Avancen seiner Angebeteten wieder einzugehen. Für meine Geschichten steht die Liebe (zumindest bislang) nicht im Vordergrund. Aber ohne…? Geht schwer. Es sei denn. es gibt – und damit kommen wir zum nächsten Thema: „Freundschaft“ 😉

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